Rasenkrankheiten

Verändert sich die Rasenfläche oder Teile vom Rasen, so kann dieses an einer Rasenkrankheit (Pilzinfektion) oder Schädlingsbefall liegen. Diese Schäden müssen so früh wie möglich erkannt werden, um sie so schnell wie möglich behandeln zu können. Ursachen für eine Erkrankung sind in der Regel eine schlechte Nährstoffversorgung/Boden und schlechte Pflege (Rasenfilz).

Pilzinfektionen

Zuviel Wasser oder Staunässe begünstigen gerade in Verbindung mit Stickstoff Schimmel- und Fäulnisbildung. Außerdem wirkt sich akuter Kali- und Eisenmangel pilzfördernd aus. Bodenverdichtungen oder eine Übersäuerung des Bodens stören das Gleichgewicht von Bakterien und Kleinstlebewesen und bilden damit einen guten Nährboden für Pilze. Begünstigt wird eine Pilzinfektion/Krankheit durch feuchtwarmes Wetter, wie im Sommer oder Herbst.

 

Rotspitzigkeit

(Corticium fuciforme)

Erste Anzeichen sind Rotfärbungen der Blattspitzen, bis hin zu ca. 10-15 cm große braune Flecken im Rasen. Am häufigsten kommt der Befall in der Vegetationsphase zwischen Juni und September vor. Grund für diese Krankheit ist eine mangelnde Stickstoffversorgung. Als Gegenmaßnahme ist meisten eine Stickstoffgabe erfolgreich.

Hexenringe

(Marasmius Oreades)

Man erkennt die Hexenringe häufig durch dunkelgrüne Kreise auf dem Rasen (vereinzelnd mit Fruchtkörper) und einem Pilzgeruch in der Luft. Der Befall kommt vor allem auf trockenen Boden vor. Die befallene Stelle trocknet sehr schnell aus, da das Pilzmyzel im Boden wasserabweisend ist. Als Gegenmaßnahme hilft regelmäßiges Bewässern und das Myzel (den Ring) mit Hilfe eines Spatens oder einer Grabegabel zu zerstören/aufzulockern.

Schneeschimmel

(Fusarium nivale)

Der Schneeschimmel kommt meisten von Oktober bis März vor, kann aber auch im Sommer auftreten. Man erkennt diesen Pilz an ca. 5-25 cm gelb/orangen Flecken. Bei genauerem Hinsehen kann man ein Verkleben der Rasenblätter mit dem Pilz erkennen. Gegenmaßnahmen sind saures Düngen mit Stickstoff (außer im Herbst) und Kali.

Rostkrankheit

(Puccinia spp.)

Einzelne Blätter bekommen kleine, braune Flecken. Es treten Rostpusteln auf. Hohe Sonneneinstrahlung und Trockenheit sind meistens die Gründe für die Krankheit. Gegenmaßnahmen sind eine regelmaßige Beregnung und eine angemessene Stickstoffdüngung.

 

© Fotos der Rasenkrankheiten: COMPO, Münster

Dollar Spot

(Sclerotinia)

Einzelne gelblich verfärbte Flecken von 10mm - 15mm Durchmesser, die sich bis zu 50 mm vergrößern können. Gelegentlich kann man ein weißes Myzel zwischen den Blattschneiden erkennen. Als Gegenmaßnahme sind eine Bodendurchlüftung, Beseitigung von Filzschichten und eine kalibetonte Düngung.

Tierische Schädlinge

Man erkennt den Schädlingsbefall oft daran, dass sich häufig Vögel auf dem Rasen aufhalten, die die Schädlinge als Futter bevorzugen. Im Rasen selbst erkennt man den Schädlingsbefall oft an der Verfärbung des Rasens, welches an den abgestorbenen Halmen liegt. An fortgeschrittenen Stellen liegt der fast leblose Rasen sogar nur noch lose auf dem Boden. Das liegt daran, dass sich die Larven von den Wurzeln der Rasenpflanzen ernähren.

Engerlinge, Raupen

In der Rasenfläche sind flecken- und flächenhaftes Absterben der Gräser zu erkennen. Hier hilft nur noch der Rat eines Pflanzenschutzfachmannes.

Regenwürmer

Die Kothaufen der Regenwürmer können zu Unebenheiten und Narbenschäden führen. Eine zurückhaltende Bewässerung, eine saure Düngung und Aufnahmen des Schnittgutes verringern das Problem.

Hinweis zu Pilzen

Nelkenschwindling

Pilzsporen befinden sich im Boden und in der Luft. Durch die anfängliche regelmäßige Bewässerung Ihres neu verlegten Rasens wird das Pilzwachstum gefördert. Diese Pilze sind in der Regel ungefährlich und verschwinden wieder, sobald die Bewässerung auf ein normales Maß reduziert wird.

Milchweißes Samthäubchen

© Fotos der Pilze: oben Nelkenschwindling (Natur-Lexikon.com), unten Milchweißes Samthäubchen (www.rysch.com)

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